Permakultur

Der Begriff „permanent agriculture“ wurde von Bill Mollison zusammen mit seinem Schüler David Holmgren geprägt. Ihr Ziel war ein nachhaltiges Konzept für Landwirtschaft und Gartenbau. Natürliche Ökosysteme und Kreisläufe in der Natur zu beobachten und nachzuahmen, ist die Basis.

Das Konzept basiert auf 3 ethischen Grundsätzen:

  • „Earthcare“ Die Erde ist die Quelle allen Lebens. Sie muss geschützt werden.
  • „Peoplecare“ Alle Menschen haben das gleiche Recht auf Zugang zu den Lebensgrundlagen. Man beschützt seine Mitmenschen.
  • „Fairshares“ Ressourcen werden geteilt, man schränkt sich ein.

Charakteristisch für „Permakultur“ sind:

  • eine langfristige statt kurzfristige Strategie, über Generationen
  • optimieren statt maximieren, eine kleinräumige Landnutzung
  • Kooperation statt Konkurrenz, Mischkultur statt Monokultur, eine grosse ökologische und biologische Vielfalt
  • Zonen die unterschiedlich intensiv bewirtschaftet werden, von sehr intensiv bis Wildnis
  • Elemente mit mehreren Funktionen werden bevorzugt (die Ziege mäht die Wiese, gibt Milch und Fleisch, sie düngt den Boden)
  • positive Beziehungen und Verknüpfungen der Elemente werden angestrebt
  • mehrjährige Kulturen oder dauerhafte Lösungen mit wenig Unterhalt werden angestrebt

Mittlerweile hat sich „Permakultur“ zu einer Lebensphilosophie entwickelt. Die Permakulturbewegung will die Lebensgrundlagen der Menschen dauerhaft sichern: Ökologisch, Sozial und Ökonomisch. Sie hat sich also einer nachhaltigen Entwicklung der Lebensräume verschrieben. Auch Holmgren beschreibt die „Permakultur“ inzwischen als eine „Kultur der nachhaltigen Lebensweise und Landnutzung“.

Teile diese Seite: